Der Cricut Maker – Ein Erfahrungsbericht

(Werbung / Pr Sample) Vor einigen Wochen wurde mir der Cricut Maker zum testen zur Verfügung gestellt. Das ein oder andere konntet Ihr auf Instagram sowie auf Facebook bereits sehen. Heute soll es einen ausführlicheren Bericht zu dem Gerät und der Software geben. Zudem zeige ich Euch, anhand von Bildern, einige fertige Projekte sowie Materialien mit denen gearbeitet worden ist.

Am Ende des Beitrages findet Ihr außerdem noch ein Video, welches Euch einen kurzen Einblick in die Arbeit mit der Design Space Handy App zeigen soll.

Das Gerät

Mit dem Maker hat Cricut einen Hobbyplotter der Oberklasse kreiert. Das fast 7kg schwere Kraftpaket kommt in einer edlen und hochwertigen Verpackung daher. Bereits beim öffnen des Kartons fällt einem die Liebe zum Detail auf. Säuberlich sortiert findet man dort in einer Schachtel, zwei schwarze Kuverts mit Kurzanleitung und Material für das erste Projekt. Außerdem ein transparent präsentiertes, zusätzliches, Schneidwerkzeug.

Bereits beim auspacken und aufbauen des Schneideplotters fällt einem die sehr angenehme Haptik und die hochwertige Verarbeitung auf. Als Highlights wären hier zum Beispiel zu nennen, der CNC gefräste Werkzeughalter, die Soft Open/Close-Automatik und der (in meinem Fall) roségoldfarbene Aluminiumdeckel.

Diese hochwertige Qualität findet man außerdem auch beim reichhaltigen Zubehör und den verschiedenen Schneidwerkzeugen die für den Cricut Maker angeboten werden.

Auffällig ist hier außerdem der Doppel-Werkzeughalter, welcher auf der einen Seite mit einem Cricut Stiftehalter ausgestattet ist und auf der anderen mit einem Elektromotor gesteuertem Rotationsantrieb. Dieser ist zudem auch der größte Unterschied zu anderen Schneideplottern. Im Gegensatz zu herkömmlichen, nachgezogenen Schneideklingen, welche in Ihrem Korpus frei drehbar sind, ist beispielsweise das Knife Blade oder auch die Rotationswerkzeuge verdrehsicher im Werkzeughalter eingerastet und werden in ihrer Rotationsstellung durch den Elektromotor angetrieben. (Ja, ich habe meinen Mann gefragt *hüstel*)

Mit einer angenehmen Lautstärke lassen sich verschiedenste Materialien bis zu einer Dicke von 2,4 mm schneiden.

Cricut Design Space (Software)

Cricut bietet seinen Anwendern die Möglichkeit die Schneideplotter mit einer Software über den Computer oder per App mit dem Handy zu bedienen. Damit dies möglich ist, ist ein Account notwendig. Dieser wird, per App (es geht nur darüber) erstellt. Danach kann man sich – mit seinen Daten – auch vom Computer aus anmelden.

Um alle Projekte und Vorlagen nutzen zu können ist ein Abo notwendig. Dieses lässt sich ebenfalls nur über die Handy-App abschließen. Die komplette Freischaltung der Inhalte ist dann auch auf dem Pc gegeben.

Cricut Setup

Bei erstmaliger Nutzung muss die Maschine noch eingerichtet werden. Hierfür gibt es ein einfaches Tutorial, welches dem Anwender zur Seite steht und die ersten Schritte verständlich erklärt. So ist, binnen weniger Minuten, auch schon das erste Projekt ausgeschnitten.

Projekte:

Auf der „Startseite“ der Software werden Euch direkt einige Projekte – mit Bildvorschau – vorgestellt. Hier erhält man einen ersten Überblick, über die Möglichkeiten, die einem geboten werden. So findet man Projekte aus den unterschiedlichsten Kategorien wie z.B. Karten („Cards“), Bügelmotive („Iron On“), Lehrer & Einschulung („Teacher Appreciation“), Vinyl und viele weitere, die zum Ausprobieren einladen.

Kategorisiert wird zum einen nach Material (Vinyl, Bügelfolien, Papier, Stoff, Infusible Ink uvm.) sowie nach Anwendung (Dekorationen, Nähen usw.), Themen (Halloween, Urlaub, Weihnachten) oder auch mal nach den Werkzeugen bzw. Techniken (z.B. Knife Blade, Infusible Ink). Übrigens: Die Projekte sind später auch über die Leinwand zu erreichen.

In der Übersicht der einzelnen Projekte findet Ihr dann eine detaillierte Beschreibung sowie die Materialien, die unter anderem zum Schneiden sowie zur späteren Umsetzung benötigt werden. Das ist sehr hilfreich und sollte, bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen wird, auf jeden Fall kurz eingesehen werden.

Wurde ein Projekt gewählt, dass Euch die Möglichkeit gibt es Anzupassen, dann wird dieses auf der Leinwand geöffnet. Hier können nun die Größe, Position und Anzahl angepasst werden. Auf der rechten Seite findet man die Ebenen. Hier werden die einzelnen Elemente mit Ihrer jeweiligen Aktion (Schnitt, Zeichnen, Ritzen usw.) aufgelistet.

Tipp: Unter dem Reiter „Synchronisieren“ habt Ihr die Möglichkeit, ähnliche Farben zu bündeln. Hierfür zieht Ihr die gewünschten Elemente (z.B. aus verschiedenen Blautönen) einfach auf eine  Farbebene und könnt so alles in einem Durchlauf aus einem Bogen Folie/ einem Bogen Papier ausschneiden lassen. Diese Arbeitsweise ist besonders beim mehrfarbigen plotten oder mehreren Motiven sehr nützlich.

Klickt Ihr anschließend auf den Button „Herstellen“, so wird Euch nun angezeigt, wie oft Ihr das Material nun wechseln müsst. Dies wird, in Form der Farbzuweisung der Schneidematten, angezeigt. Hier könnt Ihr auch erkennen, wie schön die einzelnen Elemente den Farben zugewiesen worden und automatisch auf der Schneidematte, platzsparend, angeordnet worden sind.

Im Schnittmenü könnt Ihr nun das gewünschte Material einstellen. Hierfür werden Euch, von der Software, die am meisten verwendeten Einstellungen bereits vorgeschlagen. Sollte das gewünschte Material nicht dabei sein, so könnt Ihr dieses vielleicht über „Alle Materialien durchblättern“ finden.

Tipp: Über „Materialeinstellung“ (hier kommt Ihr über „Alle Materialien durchblättern“ hin) könnt Ihr eigene Schnitteinstellungen mit eigenen Parametern anlegen. Einstellen kann man hier u.a. den Druck (Stufenlos), den Multi-Schnitt sowie den Klingentyp.

Folgt anschließend den Anweisungen der Software (Schritt 1-3) und schon kann der Schneideplotter das gewünschte Projekt in Angriff nehmen. 😊

Bilder

Über den Reiter „Bilder“ findet Ihr allerlei Cricut Designs die Ihr individuell einsetzen könnt. Beispielsweise für Bügelbilder, Wandaufkleber, Sketch & Cut uvm. Für die entsprechenden Vorlagen könnt Ihr verschiedene Suchfilter benutzen um passende Dateien zu finden.

Nachdem die gewünschten Vorlagen ausgewählt worden sind, können diese per „Bilder einfügen“ – Button auf der Leinwand geöffnet und anschließend angepasst (Größe, Spiegeln) werden. Klickt man nun auf „Herstellen“, so werden einem die Arbeitsschritte wieder per Farbcodierung angezeigt.

Externe & eigene Datei/en verwenden:

Über den Reiter „Hochladen“ ist es möglich, eigene Datei/en mit unterschiedlichen Formaten hochzuladen und in der Cricut Software zu verwenden.  Hier können bspw. aus Bildern/Grafiken eigene Schnitt oder Print & Cut Dateien gespeichert werden. Wählt hier die Option, welche der Komplexität eures Bildes am besten entspricht.  Auf diese Weise erhaltet Ihr die besten Tools zur Bearbeitung eures Bildes.

Persönliches Fazit:

Ein tolles Gerät, welches bei einer angenehmen Lautstärke, eine hervorragende Arbeit leistet. Die Schnittergebnisse waren überwiegend gut. Nur sehr selten musste an den Schnitteinstellungen nachgebessert werden um zu einem besseren Schnittergebnis zu gelangen. Die Werkzeuge lassen sich problemlos auswechseln und bieten einem viele Möglichkeiten zum Experimentieren.

Der integrierte Stifthalter ist eine tolle Sache, wenn man gern mit den Stiften aus dem Hause Cricut arbeitet. In meinem Repertoire gab es leider keinen einzigen Stift, der in diesen Stifthalter passte. Das ist ärgerlich, wenn man bspw. Ton in Ton oder mit einem beliebigen Textilmarkierstift arbeiten möchte. Trotzdem sind die Zeichenergebnisse, die ich mit den Cricut Stiften erzielen konnte, sehr gut geworden.

Wenn man das Abo abgeschlossen hat, ist die Software bei den Projekten und Vorlagen extrem gut aufgestellt. Es werden einem viele Möglichkeiten zum ausprobieren und experimentieren angeboten. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten, wie das Einfügen von einfachen Formen und Linien sowie die Nutzung von Vorlagen, die als Referenz zur Größenbestimmung eines Motives dienen, sind ebenfalls vorhanden.

Problematisch kann der Import von externen Dateien sein. Diese können u.a. nicht in ihrer Original Größe oder aber „verzerrt“ dargestellt werden. Was wiederum, besonders bei Verpackungen mit fixen Größenangaben (z.B. Adventskalender2go), zu Passformproblemen führen kann. Besonders bei Einsteigern und Anfängern könnte dies für Frustration sorgen.

Anmerkung: Mir ist bewusst, dass es „Mittel und Wege“ gibt, wie man diese Probleme aushebeln und umgehen kann. Ich denke aber nicht, dass dies „Sinn der Sache“ ist. Abgesehen davon, würde dieses Thema den Rahmen des Beitrages vollends zum Platzen bringen.

Durch die Software hat man, teilweise, dass Gefühl das man in seiner (eigenen) Kreativität ausgebremst wird. Es fehlen tiefgreifende Bearbeitungsfunktionen, die einem ein wenig mehr Individualität erlauben würden. Hier würde ich mir eine Upgrade Option der Software wünschen, wie es auch bei anderen Herstellern möglich ist.

Der Schneideplotter selbst hat mich, durch seine Verarbeitung, Präzision und seine hochwertigen Werkzeuge um so mehr begeistert. Ein edles und solides Gerät, welches hervorragende Arbeit leistet.

Ich hoffe, Ihr konntet einen guten Einblick in das Gerät und die Software werfen. Wer möchte, der kann sich folgend noch einmal das Video zu der Design Space Handy App anschauen:

Viele Grüße,
Anja

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