Upcycling: Kunterbunte Lätzchen nähen

Kunterbunte Lätzchen kann man immer gebrauchen – sei es nun für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Sie lassen sich wunderbar einfach herstellen, sind perfekt für Nähanfänger und eignen sich hervorragend zum Verarbeiten von ausrangierten Textilien. Zudem sind sie hervorragend als kleine Geschenke zur Geburt geeignet. Da wir in diesem Jahr den ein oder anderen neuen Erdenbürger erwarten, habe ich die Gelegenheit genutzt um einen Schwung Lätzchen zu nähen. So sind aus Jerseyresten und einem weiteren, etwas spezielleren Material, tolle Unikate entstanden.



Zur Geburt unseres Sohnes hatten wir damals viele Matratzenschoner bekommen. Das hatte mich, ehrlich gesagt, ziemlich irritiert. Mir stelle sich häufiger die Frage, ob mir irgendetwas entgangen war? Wofür braucht man denn SOOO viele Matratzenschoner? Nach mittlerweile 6 Jahren als Mama kann ich behaupten, dass es kaum sinnvollere Geschenke geben kann. 😀

Durch die Anschaffung neuer Schlafzimmermöbel hat es sich nun angeboten, die Schränke gründlich auszumisten. Dabei sind mir diverse Schoner in die Hände gefallen, die vor einiger Zeit bereits aussortiert worden sind. Praktisch, denn so konnten daraus tolle Lätzchen entstehen.

Upcycling – Lätzchen nähen

Bei der Durchsicht dieses Stapels kam mir dann die Idee, dass man daraus vielleicht noch etwas nähen könnte. Aufgrund der aktuellen Situation – im Freundes und Bekanntenkreis – fiel die Wahl schließlich auf Kinderlätzchen. Davon hat man längere Zeit etwas und gebrauchen kann man sie irgendwie auch immer.

Der besondere Vorteil ist, dass Matratzenschoner (meistens) bei bis zu 90 Grad waschbar und somit ziemlich gut zu reinigen sind. Dabei ist es völlig egal, ob man nun welche aus reiner Baumwolle* oder mit einer Beschichtung* verwendet. Nun, ganz egal ist es natürlich nicht. Es kommt natürlich darauf an, welchen Effekt man erziehlen möchte. Sollen die Lätzchen keine Flüssigkeiten durchlassen, dann wird natürlich die Variante mit der Beschichtung gewählt. Was man nun wofür verwendet, ist im Endeffekt jedem selbst überlassen.

In meinem Fall ist die Wahl auf das beschichtete Material gefallen. Das erschien mir für ein Lätzchen sinnvoll zu sein. Insgesamt sind aus einem 90×200 Schoner 16 Zuschnitte für die Rückseiten entstanden. Das ist schon eine ordentliche Menge und sollte für die nächsten Monate, auf jeden Fall ausreichend sein. Hoffe ich zumindest.

Die Vorderseiten hatte ich aus Jersey zugeschnitten. Hierfür wurde die Restekiste nach „farbenfrohen“, aber eher dunkleren Stoffen durchsucht. Nicht immer gehen alle Flecken komplett aus den Textilien heraus und um zu vermeiden, dass die Lätzchen schnell „abgenutzt“ aussehen, wurden vorrangig Stoffe mit einem dunklen Hintergrund ausgesucht.

Um zu vermeiden, dass der Jersey im vernähten Zustand einlaufen kann, habe ich die Reste vorher auf 95 Grad gewaschen. Da die Lätzchen verschenkt werden sollen und ich nichts über die Waschgewohnheiten der Beschenkten weiß, erschien mir dies die sicherste Lösung zu sein.

Das Material lässt sich, im Grunde, hervorragend verarbeiten. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass die beschichtete Seite des Matratzenschoners sehr „klebrig“ ist. Dies wiederum führt dazu, dass das Transportieren, während des Nähens, erschwert sein kann. Das hängt natürlich davon ab, wie man die Materialien zusammennäht und welche Seite später nach außen zeigt.

Um ein gutes Absteppen zu ermöglichen, hatte ich die Seite mit dem Jersey nach unten gelegt. So konnte die beschichtete Seite – mit einem Teflonfuß und einer 3,5er Stichlänge – wunderbar von oben abgesteppt werden. Geschlossen werden die Lätzchen mit einfachen Jersey-Druckknöpfen. Diese lassen sich einfach und unkompliziert anbringen und halten sehr gut.

Innerhalb weniger Stunden sind so 16 kunterbunte Lätzchen aus einem ausrangierten Matratzenschoner und einigen Stoffresten entstanden. Das freut die Restekiste, das Gewissen und hoffentlich auch die Beschenkten. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Unikate in der Praxis schlagen werden.

Vielleicht ist diese Art „Upcycling“ ja auch etwas für den ein oder anderen von Euch? 😉

Viele Grüße,
Anja

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