Brombeergelee mit Kindheitserinnerungen

Die vergangenen Tage haben wir genutzt um Brombeeren zu sammeln und diese zu einem köstlichen Gelee zu verarbeiten. Für die begehrten Beeren haben wir einige Orte abgeklappert – sowohl in unserem Wohnort, als auch in Bonn. Schaut man ganz genau hin, dann kann man die Sträucher überall finden. Wenn man Glück hat, dann sind diese sogar noch voller, reifer, Beeren.



Abseits der Pfade

Nachdem wir dann einige Kilogramm an Beeren – in Bonn – gesammelt und bei meiner Schwiegermutter gelassen hatten, haben wir zu Hause (rund um unser zu Hause) kaum welche finden können. Diese waren nämlich schon überwiegend abgesammelt worden. Selbst wenn hier und da noch paar Beeren übrig gewesen sind, dann waren sie wenig schmackhaft. Da unser Sohn aber ein kleiner Feinschmecker (zumindest was Brombeeren angeht) ist, haben wir eine kleine Reise in meine Kindheit gemacht.

Glücklicherweise bin ich an einem Ort aufgewachsen, an den sich freiwillig kein Mensch hin verirrt – und ganz besonders nicht allein. Viel zu bedrohlich wirken die dunklen und dichtgewachsenen Wälder, die einsamen Straßen, der Fluss und die wuchernde Natur. Viel zu weit sind die Wiesen und Felder, in denen man sich verlaufen und vielleicht den Weg nicht mehr zurückfinden kann.

Ist man an so einem Ort aufgewachsen, dann kennt man jeden Winkel des Geländes. Jeden Stein, jede Unebenheit, jeden Baum, jeden Trampelpfad, jede Brücke, jede Gefahr, jeden Weg zurück nach Hause, jeden Graben und ein paar dieser anderen Dinge, die den meisten „anderen“ Menschen verborgen bleiben. Erkundungstouren gab es damals, mit den Nachbarskindern mehr als genug.

Hier findet man, wenn man sich abseits der üblichen Pfade bewegt, haufenweise Beerensträucher und Streuobstwiesen – die so alt sind, dass sie gar nicht gelistet werden. Schon als Kinder haben wir hier kiloweise Obst und Beeren gesammelt, die anschließend zu den leckersten Marmeladen, Gelees, Konfitüren und Musen verarbeitet worden sind.

Mit dem eigenen Kind dann an diesen Ort zu gehen, war schon ein eigenartiges Gefühl. Obwohl sich die Natur hier frei entwickeln kann, gibt es immer noch die Trampelpfade – klar, die Eltern sind noch da und kennen die versteckten Wege, die wir als Kinder „angelegt“ hatten. Da es auch jedes Jahr das beste Apfelmus der Welt gibt, muss es auch diese Pfade noch geben.

Viel verändert hat sich im Laufe der Jahre nicht. So war es mir möglich unserem Sohn unseren damaligen „Spielplatz“ zu zeigen. Dort ist noch der Abstieg, den wir damals genutzt hatten, um mit den Schlauchbooten zum Fluss zu kommen. Auf diesem Weg kommt man zu einer traumhaften Lichtung, an der wir früher von diversen Bäumen ins Wasser gesprungen sind. Folgst du diesem Pfad, dann erreichst du eine der Streuobstwiesen. Durch diesen Wald sind wir damals mit unseren Fahrrädern gefahren, haben Schnitzeljagden und Nachtwanderungen gemacht…

Nach den letzten Wochen und Monaten war dieser Ausflug das, was man wohl als „Balsam für die Seele“ bezeichnen kann. ♥

Brombeergelee

Wen wundert es da noch, dass der Gelee aus diesen Beeren ganz besonders gut schmeckt? Brombeergelee aus den süßesten Früchten – kombiniert mit Erinnerungen aus der Kindheit. Gibt es etwas Besseres? Eigentlich nicht. Aus diesem Grund habe ich es mir nicht nehmen lassen die Marmeladengläser* entsprechend hübsch herzurichten. Diese haben wir dann an meine Eltern, die Nachbarn und die „Nachbarskinder“ verschenkt.

Den Stoff für das „Häubchen“ hatte ich vor einigen Jahren im Discounter als Meterware gekauft und entsprechend, mit einer Zackenschere* zugeschnitten. Befestigt wurde das Stückchen Stoff mit einem Gummiband. Anschließend wurde noch ein Stück Juteschnur* drumherum gebunden.

Die Verzierung auf dem „Deckel“ war mehr oder weniger eine kleine Spielerei. Die Holzlöffel* waren eigentlich für ein anderes Projekt geplant. Leider ließ sich das bisher, aus Zeitmangel, noch nicht umsetzen.

Aus einigen Papierresten wurde dann ein Wellenkreis sowie die Kreise mit dem Spruch ausgedruckt und mit dem Schneideplotter ausgeschnitten. Die Etiketten sind nach meiner kostenlosen Druckvorlage entstanden. Hierfür habe ich wieder selbstklebendes Etikettenpapier* benutzt. Statt der leeren Zeile wurde allerdings direkt der Text für das „Brombeergelee“ eingefügt – ist bei meiner Sauklaue auch besser so. *g*

Viele Grüße,
Anja

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